Die Woche geht mal wieder ihrem Ende entgegen und das Wochenende lockt. Blöd nur, wenn man vor Langeweile nicht so recht weiß, was man tun soll. Wenn Im Fernsehen so gar nichts Gescheites für eine gestandene faghag kommen will und auch sonst einfach nichts los ist. In diesem Fall ist die Sache ganz klar: das schreit nach einem kuscheligem Couch- Tag. Damit der nicht auf Grund von akutem Mangel an Beschäftigungsmaterial scheitert, hier ein neuer Couchgeflüster- Filmtipp:
Get your Stuff
Phil und Eric leben in Bevery Hills. Wenn man sie von außen betrachtet, haben sie absolut alles, was sich der durchschnittliche Bürger so wünscht: viele Freunde, Geld, ein großen Haus, Erfolg und natürlich sich selber. Der Beziehungsberater und der Anwalt gleichen sich aus und passen einfach perfekt zusammen. Nur eine Sache fehlt ihnen zu ihrem Glück: ein Kind. Aber die beiden wären nicht sie selber, wenn sie nicht auch dafür schon eine Lösung parat hätten. Sie wollen ein Kind adoptieren. Am allerliebsten ein Baby. Ihr ahnt was kommt? Ganz genau. Natürlich geht die Sache schief und statt einem Baby, schneit ausgerechnet während einer großen Party eine Sozialarbeiterin mit zwei ziemlich wüsten und verwahrlosten Jungs herein. Eigentlich sollen die Zwei nur für eine Nacht bleiben. Aus der Nacht werden dann reichlich viele Nächte, obwohl T.J. und ganz besonders Brian sich homophob geben und für Grundschüler schon enormes Interesse für Alkohol an den Tag legen. Genau diese Schwierigkeiten waren der Grund dafür, dass die Geschwister in den letzten zehn Monaten zwischen zwölf Familien hin und her gereicht wurden sind. Der Ältere der Beiden, Brian, scheint an der Situation erst mal nichts ändern zu wollen. T.J. dagegen seht sich nach einem festen Zuhause. Allein dieser Umstand stellt das Paar schon auf eine gewisse Probe. Als dann auch noch die Mutter der Jungs auftaucht und Phil den Dreien gerne helfen würde, eskaliert die Situation und Erik und Phil müssen anfangen, umeinander und ihre Beziehung zu kämpfen.
Dieser Familienfilm ist leider nur auf Englisch ohne Untertittel zu bekommen. Allerdings sind die Schauspieler sehr gut zu verstehen und die Handlungen nachzuvollziehen, selbst wenn man nicht jedes Wort sofort versteht.
Cameron Watson und Anthony Meindl spielen Phil und Eric. Sie sind ein sehr stimmiges Paar und haben ihre ganz eigene Chemie. Die zwei Jungs kommen sehr frech und unheimlich natürlich rüber. Dieser Film ist zwar weder besonders originell, noch wahnsinnig tiefgreifend, aber er ist unheimlich warmherzig. Selbst an Stellen, an denen die Redaktionen der Charaktere wirklich übertrieben und unrealistisch wirken, musste ich einfach schmunzeln. So locker leicht und fluffig sind Familiendramen nun eigentlich nicht. Und nichts anderes ist der Film. Es geht um Familie, um Liebe, Freundschaft und den Mut, einen Schritt auf den Anderen zu zu gehen, nochmal neu anzufangen. Kurz um: dieser Film ist wirklich wie gemacht für einen langweiligen Tag, an dem man keine Lust auf einen schwierigen, komplizieren Film hat, sondern sich einfach richtig schön unterhalten lassen möchte.
Hier ein kleiner Vorgeschmack:




