Nachdem ich heute Morgen ganz tapfer den Zahnarztbohrer ohne Spritze überstanden habe, möchte ich euch jetzt in unserem Couchgeflüster einen noch viel tapfereren Mann vorstellen: Alexander der Große.
Alexander der Große war ein Krieger und ein Visionär. Er lebte von 356 bis 323 vor Christi Geburt und veränderte seine Welt von den Grundfesten auf. Nachdem sein Vater, König Philipp II, ermordet wurde, bestieg er als junger Mann den Thron Makedoniens.
Der Film beginnt mit den Kinderjahren Alexanders, zeigt seine zerstrittenen Eltern, die beide versuchen ihn zu manipulieren und seine Freundschaft zu Hephaistion.
Als König eroberte er mit seinen zahlenmäßig unterlegenden Truppen immer mehr Herrschaftsgebiet. Bis zum Schluss herrschte er über 3,2 Millionen Quadratkilometer Sein Reich machte beinahe 90 Prozent der damals bekannten Welt aus.
Warum ich euch so einen Film hier vorstelle? Nun der Grund hat wunderschöne blaue Augen und lange Haare- Hephaistion. Wenn ich bisher daran gezweifelt hatte, dass Männer mit geschminkten Augen und einem Dreitagebart zur selben Zeit toll aussehen können, weiß ich es jetzt besser: sie können, und wie! Im Film wird Hephaistion eindeutig als Alexanders Liebhaber dargestellt. Der einzige Mensch, den Alexander- ausgenommen der körperlichen Freuden, die er auch mit Frauen und einem Eunuchen teilte- wirklich jemals geliebt hat. Der Film musste vielerlei Kritiken einstecken. Von Überlänge über Langeweile bis hin zur Unglaubwürdigkeit Alexanders war alles dabei. Der Überlänge und streckenweisen Langeweile muss ich leider zustimmen. Er zieht sich tatsächlich ein wenig. Allerdings sind die Schauspieler in meinen Augen absolut umwerfend gut. Insbesondere Alexander und Hephaistion haben es geschafft, ohne großartige Liebesszenen ihre besondere Verbindung zueinander zu zeigen. Es gibt wunderschöne Szenen, wie diese:
Alexander: When I was a child my mother thought me divine; my father, weak. Which am I, Hephaistion? Weak or divine? All I know is I trust only you in this world. I’ve missed you. I need you. It is you I love, Hephaistion. No other.
Hephaistion: You still hold you head cocked like that.
Alexander: [laughing] I have to stop that.
Hephaistion: No, like a dear listening in the wind you strike me still, Alexander. You have eyes like no other. I sound as stupid as a school boy, but you’re everything I care for. And by the sweet breath of Aphrodite I’m so jealous of losing you to this world you want so badly.
Alexander: You’ll never lose me, Hephaistion. I’ll be with you always. ‘Til the end.
Alleine diese Szenen könnte ich immer und immer wieder gucken. Obwohl viele antike Schreiber eindeutig darauf hinweisen, sind sich die Historiker heute nicht einig darüber, ob Alexanders Beziehung zu Hephaistion tatsächlich von erotischer Natur war. Sicher ist allerdings, dass ihre Beziehung zueinander extrem eng war. Sie waren sich im Kampf, in der Politik, ihrer Vision und ihrer persönlichen Zuneigung zueinander so nahe, wie man es kaum von einer anderen, so bedeutsamen geschichtlichen Person, kennt. Was im Film nicht erwähnt wird, ist das Alexander Hephaistion mit der Schwester seiner ersten Frau vermählte, damit ihre Söhne zu Vettern würden. Ebenfalls nur angedeutet wird, dass Alexander nach Hephaistions Tod vollkommen durchgedreht ist. Anders als im Film, konnte er ihn lebend nicht mehr an seinem Sterbebett antreffen. Als er zu ihm kam, war Hephaistion bereits tot. Alexander hat drei Tage weder gegessen noch getrunken, eine reichsweite Trauer angeordnet, hat das das heilige Feuer des Großkönigs bei der Beisetzung löschen lassen, als wäre er selber gestorben und wollte Hephaistion als Gott verehren lassen, was die Priester des Gottes Zeus aber untersagten. Der Gott gestehe ihm nur einen Heroenkult zu, worüber sich Alexander dennoch freute, da er Hephaistion so ehren konnte. Da es allerdings auch Hephaistions Tot ist, mit dem der Film endet, solltet ihr ihn besser nicht in einer Stimmung gucken, in der ihr keine Tränen verdrücken wollt. Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß beim ansehen und als kleinen Vorgeschmack:
Der Trailer ist auf Englisch, den Film gibt es allerdings auch in der deutschen Synchronfassung!





Nein, ich kann die Szene nicht auswendig
Oh Gott, Jared Leto. Der Mann macht mich ganz wuschig. Und singen kann er auch noch.
da kann ich ur voll und ganz zustimmen! jared leto ROCKT