Wir haben Freitag! Das bedeutet es ist Zeit, seine Kissen aufzuschütteln, die Kuscheldecke bereitzulegen, oder wahlweise- je nach Sonneneinstrahlung- den Ventilator neben die Couch zu stellen und den Fernseher einzuschalten. Aber vorher sollte man natürlich einen guten Film aus der nächsten Videothek besorgen. Und hier kommt unsereins ins Spiel. Heute mit einem Filmvorschlag, der auch schon für unseren Schnukeltalk herhalten durfte: „Echte Kerle“
Christoph Schwenk ist ein Macho-Kommissar, wie er im Buche steht: im Beruf gibt er alles, stellt böse Buben und weißt die neue Kollegin nicht gerade zimperlich ein. Privat wirft er mit „Uschibärchen“ um sich und versucht seine Freundin mit verkitschten Teddybären bei Laune zu halten. Aber von heute auf morgen ist Schluss mit lustig: seine Freundin macht Schluss und er landet nach einer feucht-fröhlichen Kneipentour bei einem wildfremden Mann im Bett. Am nächsten Morgen erwacht er, ohne zu wissen was in der Nacht mit Edgar gelaufen ist, bzw. ob überhaupt etwas gelaufen ist. Nachdem Christoph mit Vorurteilen um sich wirft und letztendlich dann doch als Untermieter bei Edgar landet, Freunden die beiden ungleichen Männer sich langsam miteinander an. Edgars armes Herz braucht nicht lange, um für die „Hete“ zu schlagen. Und tatsächlich, auch Christoph hat Gefühle für ihn- nur ist und bleibt der eben ein Mann. Ein Kleinkrimineller noch dazu, worüber der Kommissar nicht nur großzügig hinweg sieht, nein, er hilf ihm sogar noch, aus der einen oder anderen Sache ungeschoren heraus zu kommen. Außerdem gibt es ja da immer noch die hübsche neue Kollegin und noch dazu den Kollegen, der immer alles in sich rein frisst und plötzlich platzt….
„Echte Kerle“ unterscheidet sich in einem Punkt von den Filmen, die ich hier sonst empfehle: die Hauptperson ist nicht schwul und sie wird es auch nicht. Dafür sind es zwei sehr süße Nebendarsteller. Warum ich ihn empfehle? Dieser Film ist nicht nur wahnsinnig komisch und unterhaltsam, er ist auch ein echtes Plädoyer für Akzeptanz, Freundschaft und Offenheit anderen Menschen gegenüber. Die Schauspieler überzeugen und obwohl er aus dem Jahr 1996 ist, ist das Thema noch immer aktuell. Etwas, das es nicht bei vielen Filmen dieser Art gibt, macht dieses deutsche Schmuckstück zusätzlich zu etwas Besonderem: am Ende sind wirklich alle Beteiligten glücklich. Er hinterlässt einfach ein sanftes Lächeln und ein zufriedenes Nicken. Wenn ihr also eine kleine, süße Aufmunterung braucht, keine Tränen vergießen, sondern lachen wollt- das ist euer Film!




oh, wie wunderbar
das war einer der ersten – wenn nicht sogar DER erste – film, bei dem mir die schwulen charaktere bewusst waren
quasi meine “einstiegsdroge” *g*
oh jaa, das war das erste Mal, wo ich so richtig auf den schwulen Charakter stand: Tim Bergmann – der ist aber auch ein Schnuckelchen.
Der Film ist klasse, Christoph M. Ohrt mag ich sowieso…