Meine Damen, es ist wieder Freitag! Endlich Wochenende und endlich wieder Zeit für eine neue Filmkritik in unserer Reihe Couchgeflüster.
Es gibt Tage, nach denen nichts mehr ist wie zuvor. Ein Ereignis, dass das ganze Leben komplett verändert und das sich nicht mehr rückgängig machen lässt.
Genau solch einen Tag hatte auch der 19 jährige Charlie, als seine allein erziehende Mutter während der Arbeit plötzlich stirbt und damit ihre beiden Söhne zurücklässt. Von einem Tag auf den anderen versucht Charlie auf sich allein gestellt vergeblich seinen Nebenjob, sein Studium und die Erziehung seines 9 jährigen Bruders Ben unter einen Hut zu bekommen. Und auch das neu aufgekeimte Interesse des Vaters ist für Charlie zunächst alles andere als hilfreich.
Doch während Charlie in dieser Zeit nur noch versucht, wie eine Maschine zu funktionieren und darüber hinaus vergisst zu leben, kommt der attraktive Lebenskünstler Jordan in die Kleinstadt, der nicht nur dem Zuschauer, sondern auch unserem unerfahrenen und introvertierten Hauptakteur sofort den Kopf verdreht.
Geradezu magisch voneinander angezogen beginnen die Beiden, welche unterschiedlicher kaum sein könnten, eine Beziehung, in der Charlie lernt das Leben wieder zu genießen, spontan zu sein und sich einfach fallen zu lassen.
Doch all zu lange können sie diese scheinbar heile Welt nicht aufrecht erhalten, da nicht nur Charlie die Realität einholt, sondern auch den Vagabunden Jordan, der einige Probleme mit in die Kleinstadt brachte von denen Charlie wohl lieber hätte nichts wissen wollen.
Justin Lo (Drehbuchautor, Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller) hat meiner Meinung nach mit dieser Low-Budget-Produktion (USA, 2007) einen wirklich großartigen und herzergreifenden Film geschaffen, der nicht zuletzt durch die besondere Brüderbeziehung hervorsticht. Und auch wenn es in den 94 Minuten Szenen gibt, die schauspielerisch nicht hundertprozentig überzeugen, so kann ich dennoch dieses Drama ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen!





Ich habe den Film vor ca. 1/2 Jahr gesehen und empfand ihn wirklich auch als echt sehr schön.
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