In My summer of love lernen sich zwei Mädchen kennen, die aus zwei ganz unterschiedlichen Welten stammen, so unterschiedlich aber selber gar nicht sind. Monas Eltern sind beide tot uns sie lebt mit ihrem Bruder, Phil, in einem ehemaligen Pub, den Phil aber jetzt benutzt um religiöse Sitzungen abzuhalten. Phils ganzes Leben ist durch seine neu entdeckte Verbindung zu Gott bestimmt. Mona hat außerdem einen Freund, einen viel älteren Mann mit Frau und Familie, der sich aber schon ganz am Anfang des Films von ihr trennt. Sie fühlt sich einsam und verlassen, weil sie glaubt, ihren Bruder, der bisher ihr einziger Halt war, gar nicht mehr zu kennen.
So trifft sie an einem Nachmittag auf Tamsin, die nur für die Sommerferien dort ist. Tamsin, hübsch, reich und gebildet, wirkt ganz anders als Mona, fühlt sich aber ähnlich – einsam und verlassen: Ihre Mutter ist ständig unterwegs, ihr Vater hat eine Affäre mit seiner Sekretärin und ihre Schwester, Sadie, ist an Magersucht gestorben. Zwischen den beiden entsteht nach und nach eine tiefe Freundschaft, und daraus auch etwas mehr.
Ich will jetzt nicht zu viel über den Film verraten, für die, die ihn sich noch anschauen wollen. Es ist auf jeden Fall ein Film, der nicht immer so läuft, wie man denkt und der auch deutlich zeigt: Es ist nicht alles so, wie man vielleicht glaubt. Er lässt einen nachdenklich zurück: Was ist Ehrlichkeit und was ist nur Fassade? Was ist wirklich und was ist nur ein Spiel?
(by HO)



