Hara kommentiert – “Das Licht in den Schatten” oder Ja, ich bin verliebt!

Hallo hallo! Ich bin heute zwar etwas später dran als normalerweise, aber da wir uns auf dieser Insel sowieso schon alle von Worten wie „normal” und „unnormal” verabschiedet haben, werdet ihr mir sicher verzeihen, oder? *g* ;)

Aber zum Thema!

Da wir als FagHags ja nicht nur unterhalten, sondern auch unserem Bildungsauftrag nachkommen wollen (Ich stelle jetzt einfach mal in den Raum, dass wir einen Bildungsauftrag hätten *gr*) heute mal wieder zu einem Buch!

Gut… ich gebe zu, dieses Buch erfüllt nicht wirklich irgendeine Art von Bildungsauftrag, wenn man es aus klassischer Sicht betrachtet, aber aus FagHag-Sicht erfüllt es mehr als nur einen!

Aber genug gequatscht!

Das Buch, das ich euch heute vorstellen will, ist „Die Schattengilde” von Lynn Flewelling. Genauer gesagt, der erste Band davon, und zwar „Das Licht in den Schatten”.

Als gleich zu Anfang: Ich LIEBE „Die Schattengilde”!! und sollte irgendjemand es wagen, etwas gegen diese wunderbaren Bücher zu sagen, soll er jetzt sprechen, oder für immer schweigen… wobei ich ihm in diesem Fall raten würde zu schweigen… Muahaha…
(Tschuldigung, aber das musste mal gesagt werden! *lach* ;) )

Aber ich komm schon wieder vom Thema ab! Also zurück zum Buch!

„Die Schattengilde” ist eine Fantasy-Reihe. die (momentan) aus vier Bänden besteht. Dass ich als totaler Fantasy-Freak (ich denke, in diesem Fall ist das Wort Freak durchaus angebracht! *lach* ;) ) die Bücher geliebt habe, ist ja klar, aber ich denke, man kann sie sehr wohl auch lesen, wenn man im Allgemeinen eher weniger mit Fantasy am Hut hat.

Denn sie sind zum Teil ziemlich anders, als „gewöhnliche” Fantasy.
Die Bücher handeln hauptsächlich von Intrigen und Geheimnissen, die entdeckt und gelüftet werden. Von „innenpolitischen” Problemen und Kriegen. Nicht von einer großen bösen Macht, die alles bedroht…

Ich will mal versuchen, die Handlung ein wenig zu beschreiben, auch wenn sie ziemlich kompliziert und teilweise verwirrend ist, wenn man die Bücher nicht gelesen hat. Aber zumindest die Haupthandlungsstränge kann ich ja mal versuchen zusammen zu fassen! ;)

Die Reihe spielt in einer komplett fiktiven Welt, die unter anderem aus den Ländern Skala (wo die Bücher hauptsächlich spielen), Mycena und Plenimar besteht. Von der zeitlichen Einordnung her ist diese Welt wohl am ehesten mit dem Mittelalter zu vergleichen, auch wenn es einige Unterschiede dazu gibt. Z.B. dass Frauen und Männer auf allen Gebieten absolut gleichgestellt sind, dass praktisch jeder auf irgendeine Art bi ist und gleichgeschlechtliche Beziehungen genauso normal sind, wie gegengeschlechtliche… einen weiteren Unterschied stellen wohl die Zauberer, Drachen und magischen Formeln dar, die gelegentlich durch die Seiten schlendern… ;)

Die Hauptpersonen sind der junge Dieb Seregil und sein Schüler, Freund und (später) Geliebter Alec.
Am Anfang von Band eins ist Alec sechzehn Jahre alt und befindet sich in einer etwas unangenehmen Situation – und zwar dem Kerker eines nicht besonders human veranlagten Lords.

Alec wurde wegen etwas eingesperrt, das er nicht begangen hat, aber dass er unschuldig ist, interessiert seine Folterknechte leider nicht und so hofft er eigentlich nur noch auf einen schnellen Tod… bis ein neuer Gefangener zu ihm gesperrt wird. Dieser schafft es nicht nur, noch in derselben Nacht aus dem Kerker zu fliehen, sondern ist auch noch so nett, Alec mitzunehmen.

Alecs Retter stellt sich als Seregil von Rhiminée heraus, der (wie der Name schon sagt) aus der Stadt Rhiminée kommt und dorthin zurück möchte. Da er sich ziemlich weit von dort entfernt befindet und sich in der Gegend in der er ist nicht auskennt, stellt er Alec vorübergehend als Wegführer an.

Eigentlich wollten sie sich später wieder trennen, doch irgendetwas (und ich bin ziemlich sicher, dass dieses Etwas Liebe auf den ersten Blick ist ;) ) bringt Seregil dazu, Alec zu fragen, ob er als sein Schüler bei ihm bleiben möchte. Alec sagt schließlich Ja und sie gehen zusammen nach Rhiminée.

Auf dem Weg dorthin passieren einige schlimme Dinge, doch letzten Endes erreichen die beiden die Stadt und dort beginnt dann auch die eigentliche Handlung.

Alec findet viel über Seregil heraus (unter anderem seine Schwäche für Männer, die den aus dem prüden Norden stammenden Alec mehr als verwirrt) und nach und nach wird ihre Freundschaft immer enger.

Doch gleichzeitig entdecken die beiden (zusammen mit Seregils bestem Freund Micum und seinem früheren Lehrer dem Zauberer Nysander) eine geplante Intrige gegen die Königin Skalas und auch von außerhalb droht Gefahr…

Mehr kann und will ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur soviel: Die Bücher sind unglaublich spannend. Und obwohl sich die Liebesgeschichte zwischen Alec und Seregil erst in Band zwei richtig zu entwickeln beginnt, lohnt sich Band eins wirklich!

Ich konnte ihn jedenfalls kaum aus der Hand legen und hatte ihn in ein paar Nächten durch… und nebenbei bemerkt: Diese kleinen Andeutungen darauf, dass Seregil auf dem besten Weg ist, sich in Alec zu verlieben… *seufz* Das ist soooooooo niedlich!!!

Fazit:
Ja. Ich bin verliebt! *lach*

(by H)